Würde paid content bei mir funktionieren?
Es rückt ja näher. Ausländische Verlage tun sich zusammen, um einen Web-Katalog für ihre Inhalte zu gründen, über die die Angebote dann bezogen werden können. In Deutschland finden sich erste Nachahmer. Egal, ob jetzt oder später. Paid Content kommt. Irgendwann!
Da frage ich mich, für was ich bereit wäre zu bezahlen.
Ich habe meinen Feedreader mal ein wenig unter die Lupe genommen. Denn manuell gebe ich schon lange keine Nachrichtenseiten mehr in den Browser ein. Danach habe ich meine Newsletter angeschaut, die täglich in meinem virtuellen Briefkasten landen. Zuletzt habe ich meinen Blick über meine Facebook- und Twitterkontakte schweifen lassen. Über diese Kanäle beziehe ich im Internet meine Informationen.
Doch für keines der dort abonnierten Angebote würde ich tatsächlich Geld bezahlen. Und wenn doch, dann sogar maximal noch für die Blogs, die ich verfolge. Denn die sind gut, die heben sich ab und gerade im Fußball-Bereich erhalte ich hier alle nötigen Informationen, die ich aus den Vereinen und Ligen benötige.
Die Nachrichtenportale liefern einen angenehmen Rund-um-Blick und eine breite Information, aber meistens klicke ich die Nachrichten ohnehin nur durch ohne wirklich intensiv zu lesen. Eine Ausnahme bilden da noch Mediendienste, wie meedia, dwdl und turi2. Hier verbringe ich noch die meiste Zeit mit Lesen.
Es sind also die Special Interest-Angebote, für die es sich lohnen würde auch tatsächlich Geld zu bezahlen. Denn dort erhalte ich gute, tiefgreifende und hintergründige Informationen aus einem speziellen Gebiet, das mich wirklich interessiert.
Nachrichten ziehe ich mir dann doch lieber aus den TV-Nachrichten oder meiner Tageszeitung. So oldschool es klingen mag, aber bis heute war mir das selber gar nicht so bewusst.
Im Bloggeralltag würde wahrscheinlich nicht so differenzierte Zitate anderer Medien auftauchen, aber dann vielleicht wieder mehr Bloggerstimmen, was gar nicht so verkehrt wäre.
Von daher würde es mich gar nicht stören, wenn die großen Tageszeitungs- und Nachrichtenverlage bzw. -medien sich zusammenschließen und breite Paid Content-Modelle anbieten. Kritisch wird es erst, wenn Branchendienste oder gar Blogger für ihre Inhalte Geld verlangen.
Wie ist es bei euch? Würdet ihr für ein Nachrichtenangebot im Internet Geld bezahlen oder lest ihr ohnehin, wie ich mehr Blogs, als Nachrichtenseiten?


