Drei Wochen Vereinigte Staaten liegen hinter mir. Drei verschiedene Städte und drei verschiedene Kulturen. Eine durchaus interessante und inspirierende Zeit, aber was ist hängen geblieben?
Alles muss schnell gehen. Hektik ist normal und gehört zur Stadt mit dazu.
Amerikaner sind laut.
Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und so ist eine Stunde Autofahrt eher ein kleiner Tripp zur Entspannung.
Amerikaner lieben Kaffee. Aber keinen kräftigen Schwarzen. Kaffee wird gern mit Milch und Zucker zu einem Getränk ohne Kaffeegeschmack mutiert.
Süß mögen es die Amerikaner ohnehin. Surplee zum Beispiel ist mehr als nur süß und deckt mit einem Becher den Zucker-Jahresbedarf eines Europäers ab.
Bezahlt wird natürlich auch. Aber eher selten mit Bargeld. Meistens per VISA, mit der man dann ohnehin nebenbei Flugmeilen und Ähnliches sammelt.
Bezahlt wird hingegen nicht für “ice water” in Restaurants oder Ketchup & Co. in Imbissketten.
Sport ist ein zentraler Punkt des Lebens. Es scheint, als identifiziere sich jeder Amerikaner mit mindestens einer Mannschaft oder einer Sportart.
Die Armee ist ebenso zentrales Gesprächsthema. Die Amerikaner sind stolz für ihr Land zu dienen und werden dafür mit Vorteilen belohnt. Eine Prestigegeschichte in Gesprächen. In Deutschland unvorstellbar.
Die Betten sind (dank zweier Matratzen) höher als normal, die Kloschüsseln dafür wesentlich kleiner und tiefer gelagert.
Klobürsten gibt es erstmal gar nicht.
Die Amerikaner sind fast süchtig auf “Textmessages”. Das Handy ist noch viel mehr Teil des Lebens als in Deutschland. Es ist überall dabei und wird noch exzessiver gebraucht, als bei uns.
Der Musikgeschmack ähnelt enorm dem in Europa und die Charts sind zu geschätzten 70 Prozent gleich. Das TV-Programm wird ja ohnehin gern aus den USA adaptiert.
Amerikanische Stadtplaner lieben Einbahnstraßen. Die Platzierung der Ampeln auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist clever und durchaus sinnvoll.
Wer eher die Subway bevorzugt, sollte Kleidung tragen, die sich schnell entledigen lässt. In den Stationen ist es höllisch heiß, in den Bahnen extrem klimatisiert.
Ohnehin lieben es Amerikaner klimatisiert und besonders kühl.
Kühl sind auch die Fahrscheinautomaten der Subway. Hast du den falschen Eingang genommen und gehst zurück, um den Zugang in die richtige Richtung zu nehmen, wird dir der Zugang verwehrt. Ab zum Fußmarsch zur nächsten Station ist dann erstmal angesagt.
Amerikaner sichern sich gern über alles ab. Sei es in der Werbung, im Restaurant oder an anderen öffentlichen Orten. Achtung, heiß, unsere Mitarbeiter waschen sich die Hände, Erste Hilfe-Anleitungen etc. gehören zum normalen Bild.
Amerikaner stellen sich gern an und warten mit Freude auf Essen und den Restaurant-Einsatz. Äußerst genial dabei: Pieper, die man mitbekommt und die einen informieren, wenn ein Platz frei ist.
Amerikaner drängeln nicht. Sei es in der Bahn oder bei Sportveranstaltungen. Es läuft extrem geordnet und human ab. Äußerst angenehm.
Amerikaner organisieren gern und sorgen für eine Rund-um-Versorgung. Und sei es nur mit einem Extra-Info-Tisch und menschlichen Infoschildern an Gamedays.
Amerikaner mögen getoastete Waren gerne schwarz. Toaster prinzipiell auf die niedrigste Stufe stellen und Toast am Besten trotzdem vorzeitig entfernen.
Taxis in New York muss man heranwinken. Taxis in Miami hupen dich an.
STOP-Schilder werden eingehalten, Ampeln hingegen nicht zwingend.