Jul 8 2010

mySpace muss sich neu erfinden

Ach, stimmt, die gibt es ja auch noch.
Durch einen Artikel auf SpOn wurde ich mal wieder auf mySpace aufmerksam. Vor einigen Monaten hatte ich das Portal noch intensiv genutzt, mittlerweile ist es ein wenig eingeschlafen. Dabei ging es mir nicht um social networking, sondern allein um den Punkt Musik.

Ich hatte mir in Monate und Jahrelanger Kleinstarbeit eine Vielzahl von Künstlern hinzugefügt, allein um deren Statusmeldungen und Bulletins zu erhalten. Immer auf der Suche nach den neuesten Konzertinfos.

Mittlerweile gehe ich nicht mehr so oft zu Konzerten. Zumindestens nicht mehr zu denen kleinerer Bands, obwohl diese immer einen besonderen Charme haben (anderes Thema). Zehn Konzerte sind es pro Jahr wahrscheinlich trotzdem noch. Continue reading


Jun 2 2010

Musik in Island

Vor einigen Monaten machte meine Freundin mal auf das Blog von Kai Müller aufmerksam. Als Stylespion widmet er sich schönen Dingen des Lebens. Fotos, Interieur und ganz viel Musik. Seit letzter Zeit widmet er sich besonders isländischen Künstlern.

Denn zusammen mit Marcel Krueger hat er Sonic Island aus der Traufe gehoben.

Ein Projekt, das die Tiefen isländischer Musik erkundet. Dabei begibt sich das Duo in den nächsten Stunden auf seine Reise. Ab in den Flieger und die Insel erkunden. Samt und besonders die Musikszene. Ich will gar nicht wissen, wie viele Tage und Wochen reiner Arbeit schon in diesem Projekt stecken.

Ich freue mich auf die kommenden Tage und Wochen, wenn auf dem dazugehörigen Blog isländische Musiker näher gebracht werden. Komplettes Neuland. Sicherlich nicht nur für mich. Continue reading


May 16 2010

Festival Perle: Bootboohook

Noch recht jung ist dieses kleine Festival in Hannover. Ich kannte es bis zu meinen Recherchen noch gar nicht. Aber je mehr ich mich mit dem Bootboohook beschäftigt habe, desto mehr möchte ich es mit dem Immergut in Neustrelitz vergleichen. Was durchaus positiv zu betrachten ist, wenn man weiß, dass ich früher regelmäßig auf dem Immergut zu sehen war.

Die Impressionen auf der Homepage lassen den Eindruck gewinnen, dass es dort gut mal chillig abgeht und Besucher genug Freiraum haben, um das Festival komplett zu genießen ohne immer hin und her geschoben zu werden oder vom Stress erdrückt zu werden. Richtig zur Sache geht es allerdings vor den drei Bühnen. Continue reading


Apr 10 2010

Festival Perle Blackfield Festival

Hier ist das Name Programm. Schwarz ist die dominierende Farbe auf dem Blackfield. Wer im Juni nach Gelsenkirchen fährt, der steht nämlich auf Gothic, Darkwave und Electro. 6.500 kommen vorbei, um zwei Tage lang im Amphitheater zu feiern. Wer denkt, dass es dabei aber nur düster abgeht, der täuscht.

Vor Jahren war ich einige Male beim M’era Luna. Von der musikalischen Ausrichtung ein ähnliches Event. Da Gothic nicht ganz meinem Musikgeschmack entspricht, war ich doch leicht vorsichtig, ob ich mich über alle Maßen freuen sollte. Doch schon nach wenigen Stunden war klar, dass ich dieses Wochenende genießen kann. Die Leute sind nicht verbittert, sondern durchaus fröhlich gestimmt. Sie kommen zusammen, um ihre Musik zu zelebrieren. Dass dabei das “kleine Festivaldorf” komplett in schwarz gehüllt ist, macht dabei einen besonderen Charme aus. Continue reading


Mar 17 2010

The Boss Hoss ganz klassisch

Dass sich Künstler ein Alter Ego erschaffen, ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Doch was bei Lady Gaga aus New York hervorragend funktioniert, hat sich bei The Boss Hoss aus Berlin längst abgenutzt. Die zerschundenen Jeans weisen darauf hin, dass die sieben Jungs viel zu lange im Cover-Sattel gesessen haben. Originalität? Fehlanzeige. Alles wirkt kopiert und einstudiert. Mit Fluppe im Mundwinkel, weißen Unterhemden und Cowboyhüten stehen sie auf der Bühne wie billige Kopien alter Westernhelden. Welthits wie “I Say A Little Prayer” werden in die ewig gleichen Rhythmusstrukturen gepresst und mit überzogenem Redneck-Slang präsentiert. Das ist schon lange nicht mehr lustig, sondern langweilig und nervig wie alter Kautabak zwischen den Zähnen.

… schreibt die PRINZ über The Boss Hoss. Continue reading


Mar 11 2010

Festival Perle Tollwood-Sommer-Festival

In meiner Beschreibung des Blogs steht seit jeher auch der Begriff Musik. Nur ist es mir in den letzten Monaten nur unzureichend geglückt hier auch wirklich über Musik zu schreiben. Das soll besser werden und ich werde dann und wann einfach mal musikalisch drauf losplaudern. Zum Start gibt es aber erstmal eine kleine Serie.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich furchtbar gern auf Festivals gehen, auch wenn das in den letzten Jahren etwas abgenommen hat. Trotzdem liebe ich das Feeling und die entspannte Stimmung vor dem Zelt sowie die ausgelassene Party vor der Bühne. Continue reading


Dec 3 2009

Offene Privatfeier

Anfangs wirkte noch alles normal. Die Zuschauer strömten in kleinen Gruppen ins Übel & Gefährlich und stürzten sich mehr oder minder enthusiastisch auf die Getränke. Ein Moderator kündigte das Programm an. Erst gab es eine Lesung und dann drei Unplugged-Konzerte. Alles wirkte wie immer und doch beschlich mich mehr und mehr der Eindruck, dass hier etwas anders lief.

Um uns herum standen Menschen, die scheinbar nichts miteinander zu tun hatten und dann doch über Zweite und Dritte oder doch mal direkt irgendwie zusammen zu gehören schienen. Alle umarmten und herzten sich. Sie tranken, redeten und feierten ein wenig.

Die ungewöhnliche Mischung aus jungen, älteren und alten Menschen in verlodderten, normalen und overdressten Klamotten fand sich schlussendlich als große Gruppe zusammen. Jeder kannte jeden und irgendwie war es, wie in der Lokalisten-Werbung.

Nur hatte ich das Gefühl, ich sei der Einzige, der an diesem Abend Eintritt bezahlt hatte. Spätestens, als Ingo Pohlmann plötzlich neben mir stand, ein Astra in der Hand und ebenso Menschen umarmend und fröhlich lachend, wie der Rest der Bande.

Spätestens nach dem letzten offiziellen Konzert (Revolverheld), als sich der anscheinend zahlende Teil der Zuschauer verabschiedete und Pohlmann eine Jam Session um 1:00 nachts einläutete wurde es immer familiärer. Alle rückten noch enger zusammen, auf der Bühne wurde gelallt und unten gelacht.

Wie auf einer Privatfeier eben, wo sich doch alle über irgendwelche Ecken kannten. Nur ich nicht. Musste ich ja auch nicht. Schließlich war ich auf einem normalen Konzert. Oder?

Ein wenig merkwürdig schon, aber schlussendlich war es vielleicht auch genau das. Diese private, fast familiäre Atmosphäre, die die Viva con Agua Wassergala 2009 zu einem so wunderbaren Abend gemacht hat.